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Unternehmen ohne Nachfolgeregelung - Externe Unternehmensübergabe

Unternehmen ohne Nachfolgeregelung - Externe Unternehmensübergabe

Unternehmer unterhalten sich bei einer Verhandlung.

In den Jahren 2018 bis 2022 stehen in Deutschland etwa 150.000 Unternehmensübergaben an (Quelle: IfM Bonn). Jedoch können nicht alle Unternehmen an die Familie oder Mitarbeiter weitergegeben werden. Viele Unternehmer haben keine Kinder als potenzielle Nachfolger oder diese haben bereits andere Berufsvorstellungen. Dazu kommt, dass viele Seniorunternehmer die Nachfolgefrage zu lange hinauszögern. Was Sie machen können, wenn Sie keinen Nachfolger finden, lesen Sie in diesem Artikel. Außerdem erfahren Sie, worauf Sie bei der Wahl eines externen Nachfolgers bzw. bei der Suche nach einem Unternehmen zur Übernahme achten sollten und wie wichtig ein Notfallplan für den Ernstfall ist.

 

Anlaufstellen: lokale Quellen und Unternehmensbörsen

Ist Ihnen kein potenzieller Nachfolger bekannt, können Sie im ersten Schritt mit anderen Unternehmen der gleichen Branche sprechen, die womöglich ihr Geschäft erweitern möchten. Achten Sie darauf, frühzeitig mit der Planung Ihrer Unternehmensübergabe zu beginnen. Es empfiehlt sich eine Vorlaufzeit von mindestens fünf Jahren. Einen Vorschlag für einen Zeitplan sowie weitere allgemeine Tipps zur Unternehmensübergabe finden Sie in unserem Artikel Ablauf einer Unternehmensübergabe.

 

Lokale Quellen

Neben ansässigen Unternehmen der gleichen Branche können zudem noch andere lokale Quellen genutzt werden, um mögliche Interessenten zu finden. Über folgende Anlaufstellen können Sie beispielweise allgemeine Beratung finden und Ihr Unternehmen gezielt zur Übernahme anbieten:

  • Tageszeitungen
  • Fachzeitschriften
  • örtliche Kammern
  • Initiativen für Wirtschaftsförderung

Auf diese Quellen können gleichermaßen auch Interessenten zugreifen, die gezielt nach Unternehmen zur Übernahme suchen. Denn nicht immer muss die Nachfolgeregelung vom Seniorunternehmer initiiert werden.

Neben den lokalen Anlaufstellen gibt es deutschlandweit sogenannte Unternehmensbörsen. Das sind Plattformen, auf denen sich Anbieter und Nachfrager für Unternehmen treffen können. Zu den bekanntesten Seiten gehören nexxt change sowie die DUB.

 


nexxt change

nexxt change ist ein Angebot des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie. Die Plattform ermöglicht es, Inserate für Firmenübernahmen aufzugeben. Neu- und Jungunternehmer können von der anderen Seite nach passenden Unternehmen suchen. nexxt change arbeitet dabei auch mit regionalen Partnern wie Handwerkskammern, Industrie- und Handelskammern sowie zahlreichen Banken zusammen. Zudem finden Sie über die Unternehmensbörse interessante Veranstaltungen, Beratungsangebote und Workshops.

Webseite: www.nexxt-change.org

 


Deutsche Unternehmerbörse

Die DUB listet, ähnlich wie nexxt change, Unternehmen, die gekauft und verkauft werden können. Neben einem umfassenden Beratungsangebot finden Unternehmer hier auch interaktive Marktplätze für Crowdinvesting oder Franchising.

Webseite: www.dub.de

 


Branchenspezifische und regionale Unternehmensbörsen

Neben den deutschlandweiten Unternehmensbörsen gibt es auch kleine und regionale Anlaufstellen. So bietet beispielsweise fast jedes Bundesland eigene Nachfolgebörsen oder Gründerportale an, auf denen Interessenten allgemeine Informationen sowie Angebote bekommen können. Zudem gibt es Börsen für einzelne Branchen oder Berufsfelder, wie zum Beispiel das Portal Ps Partnership speziell für Apotheken.

Eine Auswahl weiterer Unternehmensbörsen finden Sie hier: https://nachfolge-in-deutschland.de/boersen-zur-unternehmensnachfolge/

Auch für den europäischen und internationalen Raum gibt es Unternehmensbörsen: https://nachfolge-in-deutschland.de/internationale-nachfolgeboersen/

 

Einen geeigneten Nachfolger finden

Suchen Sie über Unternehmensportale oder andere Anlaufstellen nach einem externen Nachfolger, ist es zunächst hilfreich, einen Anforderungskatalog an den neuen Unternehmer zu stellen. Je nach Branche kann dieser Katalog beispielweise folgendermaßen aussehen:

 

Fachliche Qualifikation:

  • betriebswirtschaftliche Kenntnisse
  • technisches Know-how
  • Unternehmenspraxis

 

Soziale Qualifikation:

  • Kommunikationsfähigkeit
  • Kontaktfreudigkeit
  • Teamfähigkeit
  • Kooperationsfähigkeit

       

      Unternehmerische Qualifikation:

      • Führungsqualitäten
      • Freude an Forschung und Weiterentwicklung
      • Risikobereitschaft
      • Belastbarkeit

       

      Hat sich ein potenziell interessanter Kandidat gefunden, nehmen Sie sich ausreichend Zeit zum Kennenlernen. So können Sie austesten, welche Anforderungen der mögliche Nachfolger erfüllt und welche nicht. Auch eine ausgiebige Besichtigung des Unternehmens ist hilfreich für die gegenseitige Einschätzung.

      Unternehmer führt seinen Nachfolger im Unternehmen herum.

       

      Ein geeignetes Unternehmen finden

      In einigen Fällen ist es nicht so, dass der Unternehmer den Nachfolger sucht, sondern der Nachfolger das Unternehmen. So sind einige externe Jungunternehmer gezielt auf der Suche nach Firmen, die übernommen werden sollen. Der Nachfolger hat hierbei den Vorteil, dass er ein laufendes Unternehmen übernehmen kann und nicht mühsam ein eigenes aufbauen muss, was mit deutlich mehr Risiken verbunden wäre. Dennoch sollten Sie auf einige Aspekte achten, wenn Sie gezielt nach einem Unternehmen zur Übernahme suchen:

      • Standortanalyse: Prüfen der Konkurrenz, Anbindung usw.
      • Ruf des Unternehmens: Auf Bewertungsportalen und bei Anwohnern informieren
      • Entwicklungs- und Innovationspotenzial: Hat das Geschäft/die Branche eine Zukunft?
      • Bestehende Verträge überprüfen
      • Zustand der Räumlichkeiten inspizieren, eventuell mit Hilfe eines Gutachters
      • Mitarbeiterstand: Einsicht in die Personalakten nehmen
      • Stammkunden kennenlernen
      • Kaufpreis: Ist der Preis gerechtfertigt?

      Vor allem beim Kaufpreis sollten Sie genau hinschauen. Sind Sie sich unsicher, können Sie eine Unternehmensbewertung in Betracht ziehen, die den Wert des Unternehmens ermittelt. Für die Finanzierung des Kaufpreises können zudem zahlreiche Finanzierungshilfen und Förderprogramme genutzt werden.

       

      Die Stiftung als Alternative für den Fall ohne Nachfolger

      Konnte kein würdiger Nachfolger für das Unternehmen gefunden werden, muss es nicht gänzlich verloren sein. Um zu verhindern, dass das Unternehmen in diesem Fall komplett aufgegeben werden muss, kann die Gründung einer Stiftung eine sinnvolle Alternative sein. Das ist nicht nur ratsam, wenn kein Nachfolger gefunden wurde, sondern auch wenn die Gefahr von Erbstreitigkeiten besteht. Außerdem kann der Unternehmer sein Lebenswerk als solches bestehen lassen. Eine solche Stiftung hat den Sinn, dass das Vermögen nicht zersplittert wird und die Angehörigen gleichzeitig finanziell abgesichert sind. Das komplette Betriebsvermögen geht dabei schenkungssteuerfrei an die Stiftung über. Der Altunternehmer hat durch die Stiftung die Möglichkeit, gemeinnützige Projekte zu unterstützen und gleichzeitig für die Sicherung seines Lebensstandards zu sorgen.

       

      Notfallvorsorge

      In einigen Fällen hat der Unternehmer nicht die Möglichkeit, die Unternehmensnachfolge vorzubereiten. Rund 25% der Firmenübernahmen erfolgen unvorhergesehen, beispielsweise als Resultat einer plötzlichen Krankheit oder des Todes des Firmeninhabers.

      Auch wenn über dieses Thema nur ungern nachgedacht wird, sollten Sie stets einen Notfallplan vorbereitet haben. Schreiben Sie nieder, wer im Notfall das Unternehmen weiterführen bzw. wie mit dem Unternehmen weiterverfahren werden soll. Hinterlegen Sie in dem Zusammenhang unbedingt Informationen wie Vollmachten, Adressen, Passwörter, Schlüssel und Verträge. Diese wichtigen Unterlagen sind bei einem Anwalt oder Steuerberater für den Notfall gut aufgehoben.

       

      Fazit

      Die Weiterführung des Unternehmens innerhalb der Familie oder von einem Mitarbeiter ist zwar der einfachste Weg, aber bei Weitem nicht der einzige. So bieten sich Seniorunternehmern vielfältige Wege, um einen Nachfolger zu finden. Über Unternehmensbörsen können sowohl Unternehmen zur Übernahme angeboten als auch gefunden werden. Wird kein externer Nachfolger für die Firma gefunden, bietet sich zudem noch die Alternative einer Stiftung an. In jedem Falle sollten Sie als Firmeninhaber gut vorbereitet auf die Übergabe sein. Fangen Sie rechtzeitig mit der Planung Ihrer Nachfolge an und überlegen Sie sich einen Notfallplan für den Ernstfall.

       

       


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