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Berufsbedingten Umzug steuerlich absetzen

Berufsbedingten Umzug steuerlich absetzen

Berufsbedingten Umzug steuerlich absetzen

Es ist geschafft – der neue Job ist sicher und die Aufregung und Freude über die neue Arbeitsstelle groß. Doch nicht selten wird diese jäh gebremst, wenn die neue Arbeit einen kostspieligen Umzug in eine andere Stadt oder gar Land zur Folge hat. Jedoch wissen viele Arbeitnehmer nicht, dass und in welcher Höhe sich diese Kosten von der Steuer absetzen lassen. Wir zeigen Ihnen, welche umzugsbedingten Kosten Sie in der Steuererklärung angeben können und worauf Sie dabei achten müssen.

 

Wann ist ein Umzug beruflich bedingt? 

Die Definition für einen berufsbedingten Umzug ist vielfältig. Unter die Kategorie zählt beispielweise nicht nur die Erstaufnahme einer Arbeit nach einem Studium oder einer Ausbildung, sondern auch, wenn die bereits langjährig ausgeübte Tätigkeit zukünftig an einem anderen Ort stattfindet. Außerdem berufsbedingt ist der Bezug einer Dienst- oder Zweitwohnung, sofern dies im Interesse des Arbeitgebers geschieht sowie ein Umzug, infolgedessen sich der Arbeitsweg täglich um mindestens eine Stunde verringert.

Wichtig: Stellen Sie sicher, dass der Arbeitsvertrag unterschrieben ist, bevor Sie sich eine Wohnung suchen. Anderenfalls kann der Umzug als privat angesehen werden und zählt demnach nicht als berufsbedingt.

 

Voraussetzungen dafür, dass Ihr Umzug als „berufsbedingt“ gilt:

  • Ihre neue Wohnung liegt näher an Ihrem Arbeitsplatz. Wichtig ist hier, dass sich die tägliche Fahrtzeit um insgesamt mindestens eine Stunde verkürzt.
  • Sie vermeiden durch den Umzug, dass Sie zwei Haushalte führen müssen
  • Das Unternehmen, in dem Sie beschäftigt sind, möchte, dass Sie umziehen
  • Sie wechseln den Job, den Arbeitsplatz oder starten erstmals nach der Ausbildung/dem Studium ins Berufsleben.

 

Welche Kosten dürfen angegeben werden?

Ausgaben rund um den Job zählen zu den Werbungskosten und lassen sich als solche in der Steuererklärung in voller Höhe nach Vorlage der entsprechenden Quittungen und Nachweise angeben. Sie unterteilen sich in allgemeine und sonstige Umzugskosten. Umzugskosten können beispielsweise aber auch unter die Bereiche Sonderausgaben, Betriebsausgaben, außergewöhnliche Belastungen oder haushaltsnahe Dienstleistungen fallen.

 

Unter die allgemeinen Umzugskosten fallen:

  • bis zu drei Monatsmieten für die neue und sechs für die alte Wohnung, wenn der Mietvertrag nicht rechtzeitig gekündigt werden konnte
  • Maklergebühren für die Vermittlung der neuen Wohnung (gilt nicht für Eigenheim)
  • Schönheitsreparaturen in der neuen Wohnung (Streichen von Wänden, Türen, Fensterrahmen von innen)
  • Transport- und Fahrtkosten für Speditionen oder angemietete Fahrzeuge
  • Fahrtkosten zur Besichtigung einer potenziell neuen Wohnung: 30 Cent pro Kilometer oder tatsächliche Kosten

 

Unter die sonstigen Umzugskosten fallen:

  • Kosten für Auf- und Abbau der Geräte, Möbel sowie Elektrik und Gardinen
  • Trinkgelder für das Umzugspersonal
  • Änderung, Abbau, Anbringen und Installation von Rundfunk- und Fernsehantennen
  • An- und Abmeldung von Telefonanschlüssen
  • behördliche Ummeldung von Personen und Kraftfahrzeugen
  • Umschulungs- und Nachhilfekosten für Kinder: Unterrichtskosten werden bis zur Hälfte des Höchstbetrags als Werbungskosten anerkannt, vom Restbetrag dürfen noch 75 Prozent der Nachhilfekosten abgezogen werden, maximal jedoch 1.926 € (Stand 2017)
  • Anschaffung von Mülltonnen nach den Vorgaben des neuen Wohnortes

 

Bei den sonstigen Umzugskosten besteht auch die Möglichkeit, diese mit einer Pauschale abzugelten. Diese Umzugspauschale darf jeder Steuerzahler einmal pro berufsbedingtem Umzug in seiner Steuererklärung geltend machen. Die Höhe der Pauschale richtet sich nach dem Ende des Umzugs sowie dem familiären Stand. Im Jahr 2018 erhalten Sie als Einzelperson eine Pauschale von 764 Euro. Verheiratete erhalten den doppelten Betrag und jede weitere Person im Haushalt bringt weitere 337 Euro. Einzutragen ist diese Pauschale auf Seite 2 der Anlage N in den Zeilen 45 bis 48.

 

Kosten, welche die Finanzämter nicht anerkennen, sind:

  • Verluste, die bei einem bisherigen Eigenheim entstehen sowie auch Maklerkosten eines Hauskaufes am neuen Arbeitsort
  • Renovierungskosten und Ausstattungsstücke des neuen Wohnortes
  • Einlagerungen

 

Wichtig: Sollten Sie ins Ausland umziehen müssen, können Sie in der EU eine Pauschale von 853,53€ ansetzen. Für Umzüge in ein Nicht-EU Land erhalten Sie eine 943,38€-Pauschale.

 

Sind Ihre tatsächlichen Kosten höher als die Pauschale, können Ihre Kosten stattdessen mittels Quittungen belegen. Wichtig bei der Nutzung der Pauschale ist der Zeitpunkt, zu dem der Umzug vollständig abgeschlossen ist. Die Pauschalzahlung richtet sich immer nach dem Termin, an dem der Umzug gänzlich abgeschlossen wurde. Wurde in der Zwischenzeit von Umzugsbeginn und -Ende diese Pauschale verändert, so erhalten Sie immer den Betrag zum Endzeitpunkt. Die Umzugskostenpauschale erhöht sich um 50 Prozent, wenn innerhalb der letzten zwei Jahre schon einmal ein Umzug aus beruflichen Gründen erfolgte.

Unser Tipp: Es empfiehlt sich, unbedingt alle Quittungen und Rechnungen sorgfältig aufzuheben, um später zu entscheiden, ob eine Pauschale oder die tatsächlichen Kosten angegeben werden sollen.

 

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