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Arbeitskleidung Guide - Part II

Arbeitskleidung Guide - Part II

Ein Mann in dunkelblauem Anzug und hellblauem Hemd sitzt vor dem Laptop. Um ihn herum liegen Ordner und er befindet sich in einem hellen Büroraum.

Im zweiten Teil dreht sich alles um Steuern: Welche Arbeitskleidung kann ich wie steuerlich geltend machen? Hier bekommen Sie Antworten!

 

Arbeitskleidung steuerlich geltend machen

Muss man als Arbeitnehmer für seine Arbeitskleidung zum Teil oder gänzlich selber aufkommen, ist die Möglichkeit zur Unterstützung durch den Staat sehr attraktiv. Ob und inwiefern die eigene Arbeitskleidung steuerlich geltend gemacht werden kann und wie man die Kosten richtig in der Steuer angibt, erfahren Sie im folgenden Abschnitt.

 

Arbeitskleidung in der Steuererklärung angeben

Wie Sie wissen, sind Arbeitnehmer sowie auch Selbstständige sehr oft dazu verpflichtet, Arbeitskleidung anzuschaffen. Da diese als Arbeitsmittel erforderlich ist, kann die Berufskleidung auch bei der jährlichen Steuererklärung angegeben werden. Dies ist natürlich an gewisse Voraussetzungen gebunden, damit die Arbeitskleidung auch als Betriebsausgabe anerkannt wird.

Die berufliche Nutzung muss klar erkennbar sein: Damit das Finanzamt Arbeitskleidung als solche anerkennt, muss diese ganz klar einem beruflichen Zweck dienen. Bereits bei Kleidungsstücken, die theoretisch auch als Alltagskleidung dienen könnten, wird es häufig schwierig. Ein Arbeitsplatz am Front Desk ist in vielen Betrieben an einen bestimmten Kleidungscode gebunden, Kostüm und Anzug werden allerdings in den meisten Fällen nicht anerkannt - diese könnten auch im Alltag getragen werden.

Ausnahmen werden gemacht, wenn die Kleidung einem erhöhten Verschleiß ausgesetzt ist. Hiervon gehen deutsche Steuerbehörden etwa bei der weißen Bekleidung in Heilberufen aus, wenn diese vom Arbeitgeber nicht gezahlt wird, oder auch bei schwarzen Hosen und Röcken in der Gastronomie. Auch Embleme, welche den privaten Nutzen von Arbeitskleidung negieren, machen berufliche Outfits absetzbar, insbesondere wenn die Blazer in den Farben einer Firma gestaltet sind.

Beim Einreichen von Belegen ist es zwingend erforderlich, dass auf der Quittung die genaue Art des Kleidungsstückes angegeben wird. Alle untypischen Kleidungsstücke sollten bei der Steuererklärung mit einer Erläuterung versehen werden, auch fotografische Belege helfen den Finanzbeamten oft bei der Zuordnung.

 

Hier wird Arbeitskleidung in der Steuer vermerkt

Abgezogen werden die Ausgaben ganz regulär bei den Werbungskosten. Solange kein privater Nutzen möglich ist, erkennt das Finanzamt die Werbungskosten ohne Murren an.

Sofern die Arbeitskleidung maximal 487,90 Euro kostet, kann sie innerhalb eines Jahres voll von der Steuer abgesetzt werden. Liegen die Kosten höher, muss die Kleidung abgeschrieben werden. Dies bedeutet, der Betrag muss über mehrere Jahre abgesetzt werden. Leider ist nicht näher definiert, wie viele entsprechende Einkäufe pro Jahr stattfinden dürfen. Kellner benötigen beispielsweise aus hygienischen Gründen mehr als eine Hose. Eine tägliche Reinigung ist nicht zumutbar.

Arbeitnehmer setzen die Ausgaben für ihre berufliche Kleidung in der Anlage N ("Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit") der Einkommensteuererklärung ab. Hier werden die Aufwendungen auf Seite 2 eingetragen - und zwar in den Zeilen 41 und 42 ("Berufskleidung und Fachbücher"). Einen maximalen Abzugsbetrag für die Kleidung gibt es nicht.

 

 Eine Seite der Anlage N der Steuer mit einer Markierung um die Zeilen 41 und 42

In die Zeilen 41 und 42 der Anlage N werden Ausgaben für Arbeitskleidung eingetragen

 

Für Freiberufler bzw. Selbständige ist es etwas komplizierter, ihre berufliche Kleidung in der Steuererklärung abzusetzen. Diese Berufsgruppen haben keine Werbungskosten, sondern Betriebsausgaben. Zur Anlage S ("Einkünfte aus selbständiger Arbeit") muss deshalb zusätzlich die sogenannte Einnahme-Überschuss-Rechnung (EÜR) erstellt werden, in der die Einnahmen den notwendigen Ausgaben gegenübergestellt werden. Zu beachten ist, dass für jede Art der freiberuflichen Tätigkeit eine gesonderte EÜR zu erstellen ist.

 

Die Anage S der Steuer. Hier tragen Selbstständige ihre Berufsbekleidungskosten ein

Selbstständige hingegen tragen die Ausgaben für Berufskleidung in Anlage S ein

 

Die beruflich notwendige Kleidung kann als Betriebsausgabe für die EÜR vermerkt werden. Hierfür muss sie die oben aufgeführten Bedingungen erfüllen - zudem sind sämtliche Belege beizufügen. Erfahrungsgemäß schaut das Finanzamt bei Freiberuflern ganz genau hin. Insbesondere dann, wenn die Arbeitskleidung theoretisch auch in der Freizeit getragen werden könnte.

 

Die erste Seite der EÜR für die Steuer. Hier wird Arbeitskleidung als Betriebsausgabe vermerkt

In der EÜR (= Einnahme-Überschuss-Rechnung) ist die Arbeitskleidung als Betriebsausgabe zu vermerken (Wichtig:Kassenbelege hinzufügen!)

 

Reinigung und Instandhaltung von Arbeitskleidung steuerlich absetzen

Unter die Werbungskosten für Arbeitskleidung fallen aber nicht nur die Kosten für die initiale Anschaffung, sondern auch der Ersatz der Berufskleidung bei Verlust oder Schaden. Da die Anerkennung der Kleidung und des Ersatzes aber dem zuständigen Finanzbeamten unterliegt, ist mit diesem Vorteil natürlich maßvoll umzugehen. Wer monatlich seine Arbeitskleidung neu beschaffen muss, sollte sich über eine genauere Prüfung natürlich nicht wundern. Bei Reinigungs- und Instandhaltungskosten bis zu einer Höhe von 110,- Euro verlangt das Finanzamt in der Regel aber keine Belege.

In Schadfällen besteht hier aber auch bei der beruflichen Nutzung von Alltagskleidung eine Chance für Arbeitnehmer. Leistet der Arbeitgeber einen während der Arbeit entstandenen Schaden an der Arbeitskleidung keinen Ersatz, so kann zumindest der Restwert der Kleidung als Werbungskostenabzug geltend gemacht werden.

Für anerkannte Arbeitskleidung ist zudem auch die Pflege und Reinigung steuerlich absetzbar. Dies kann entweder in Form von Quittungen bei einer professionellen Reinigung erfolgen, oder aber in Form einer Reinigungspauschale. Diese unterscheidet sich je nach Haushaltsgröße und Art der Wäsche: Ein Kilogramm Kochwäsche wird in einem 2-Personenhaushalt z.B. mit 0,50 Euro pro Kilogramm angerechnet. Diese 50 Cent werden entsprechend einfach mit der Zahl der Waschgänge multipliziert. Auch Trocknen und Bügeln lassen sich in diese Rechnung einbeziehen. Die genauen Werte, welche am Amt geltend gemacht werden können, sind in der Tablette (s.u.) angezeigt.

 

1 Person 2 Personen 3 Personen 4 Personen
Kochwäsche

0,77€/kg 0,50€/kg 0,43€/kg 0,37€/kg
Buntwäsche

0,76€/kg 0,48€/kg 0,41€/kg 0,35€/kg
Pflegeleichte 
Wäsche
0,88€/kg 0,60€/kg 0,53€/kg 0,47€/kg
Kondens-
trockner
0,55€/kg 0,34€/kg 0,29€/kg 0,24€/kg
Abluft-
trockner
0,41€/kg 0,26€/kg 0,23€/kg 0,19€/kg
Bügeln mit
Bügeleisen
0,07€/kg 0,05€/kg 0,05€/kg 0,05€/kg

 

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