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Arbeitskleidung Guide - Part I

Arbeitskleidung Guide - Part I

Arbeitskleidung Guide - Part I

Wann ist Arbeitskleidung Pflicht? Wer zahlt die Anschaffung, Reinigung und Instandhaltung von Arbeitskleidung? Im ersten Teil unseres Guides bekommen Sie die Antworten!

 

Die Art der Corporate Wear entscheidet: Schutz-, Berufs- oder Alltagskleidung?

Bereits bei der einheitlichen Benennung der verschiedenen Grade von Arbeitskleidung herrscht Uneinigkeit. Denn während Arbeitskleidung der saloppe Begriff für jede Form der professionell getragenen Kleidung ist, so gibt es doch einige wichtige Unterscheidungsgrade, die eine klare Trennung der Kleidungsgruppen ermöglichen.

Diese Unterscheidungsgrade entscheiden über die Antworten auf folgende Fragen:

  • Welche Kleidung ist Pflicht?
  • Wann zahlt der Arbeitgeber die Anschaffung der Arbeitskleidung?
  • Wann muss der Arbeitnehmer zahlen und wie kann man Arbeitskleidung steuerlich geltend machen?
  • Wie verläuft die Reinigung und Instandhaltung der Arbeitskleidung?

Wie sieht es nun bei Schutzkleidung aus? Was ist überhaupt Schutzkleidung und wie unterscheidet man sie von einfacher Berufskleidung? Im Folgenden erhalten Sie einen Überblick über alles Wichtige zu den verschiedenen Arbeitskleidungsarten.

 

Schutzkleidung: Hier wird es ernst!

 

Bekannte Symbole. Man sieht einen blauen Kreis mit weißen Piktogrammen von Schutzkleidung. Arbeitsschuhe, Schutzbrille, Schutzhelm, Handschuhe und Schutzanzug.

Viele kennen diese Piktogramme. Sie schreiben vor, welche Schutzkleidung Pflicht ist

 

Das Tragen von stabiler Schutzkleidung in entsprechenden Arbeitsbereichen ist absolute Pflicht, denn sie schützt den Träger vor berufstypischen Verletzungen und Unfällen. Typische Branchen, in denen Schutzkleidung üblich ist, sind Industrie, Handwerk, Baugewerbe sowie im logistischen Bereich. Ähnliche Vorgaben wie für typische Schutzkleidung gelten auch im Bereich Hygiene. Beispielsweise in den Bereichen Forschung oder Nahrungsmittelherstellung. Werden solche Kleidungsstücke entgegen der Vorschriften des Arbeitgebers nicht getragen, besteht das Risiko, dass die gesetzliche Unfallversicherung entstehende Schäden nicht übernimmt – Eine teure Sache!

So vielseitig die Arbeitsbereiche, so variantenreich ist auch die Schutzkleidung. Hierzu gehören übrigens nicht nur typische Kleidungsstücke!

Beispiele für typische Schutzkleidung:

  • Schutzhelme
  • Schutzbrillen und Atemmasken
  • Sicherheitshosen oder -Jacken
  • Handschuhe
  • Sicherheitsschuhe

 

Wer zahlt die Schutzkleidung und wann ist sie Pflicht?

In besonders riskanten Fällen und wenn Vorschriften für Hygiene und Unfallverhütung eingehalten werden müssen, stehen die Arbeitgeber in gesetzlicher Pflicht, die Arbeitskleidung kostenfrei zur Verfügung zu stellen.

  • 3 des ArbSchG regelt hierbei, dass Arbeitgeber die Organisation und die erforderlichen Mittel zum Schutze von Gesundheit und Sicherheit der Beschäftigten stellen müssen. Entstehende Kosten dürfen nicht auf den Arbeitnehmer umgewälzt werden. Die Sicherheitsverordnung ist gesetzlich verordnet. Das Tragen von berufs- und aufgabenspezifischer Schutzkleidung ist entsprechend durch das Arbeitsschutzgesetz geregelt und Arbeitgeber, die dies umgehen, machen sich einer Ordnungswidrigkeit strafbar.

Mangelnde Schutzmaßnahmen seitens des Arbeitgebers erlauben Arbeitnehmern im Schadensfall eine Klage auf Schadenersatz. Auch die Weigerung seitens des Arbeitnehmers, kritische Arbeiten ohne gestellte Schutzkleidung auszuführen, ist rechtens.

Allerdings sind Arbeitnehmer im Gegenzug auch verpflichtet, die gestellte Schutzkleidung zu tragen. Ein Auftragen der Arbeitskleidung ist in diesen Fällen nicht freiwillig, sondern an die Anordnung des Arbeitgebers gebunden. Widersetzen Beschäftigte sich der Anordnung, so riskieren sie, dass die gesetzliche Unfallversicherung nicht greift.

Fallen entweder dem Arbeitnehmer oder bei regelmäßigen Wartung Defekte auf, so muss die betreffende Schutzkleidung entsorgt werden. Der Arbeitgeber muss in diesen Fällen auch die neue Schutzkleidung stellen.

 

Wichtiger Tipp: Arbeitnehmer, die eine spezielle Kleidung tragen müssen, haben das Recht, sich am Arbeitsplatz umzuziehen. Denn es ist nicht zumutbar, dass sie Arbeits- und Heimweg in ihrer Dienstkleidung antreten müssen, da sich dies erheblich auf die Freizeitgestaltung auswirken würde. Bei medizinischer Berufskleidung ist es besonders wichtig, dass diese ausschließlich während der Arbeitszeit getragen wird, um Hygienestandards einhalten zu können. Für Kleidung, die auch im privaten Alltag getragen werden kann, gilt dies natürlich nicht.

 

Reinigung und Instandhaltung von Schutzkleidung: Wer zahlt?

Die Abwicklung der Reinigung und Instandhaltung verläuft ähnlich wie die Anschaffung der Schutzkleidung. Wenn Kleidungsstücke oder Schutz-„Accessoires“ vorgeschrieben sind, liegt die Übernahme der Reinigungs- und Wartungskosten auch in aller Regel bei dem Arbeitgeber.

Theoretisch ist allerdings eine vertragliche Regelung möglich, welche den Arbeitnehmer in die Pflicht nimmt. Denn nur, wenn Arbeitskleidung auch gesetzlich vorgeschrieben ist, ist die Kostenfrage 100% eindeutig geklärt. Tragen Arbeitnehmer Schutzkleidung aus privaten Gründen, so müssen diese nicht selten anteilig oder vollumfänglich dafür aufkommen.

Vordergründig wichtig ist, dass die Arbeitskleidung stets voll funktionsfähig sowie in unbeschädigtem Zustand sein muss, denn nur so ist sie in der Lage, dem Berufstätigen auch echten Schutz zu gewähren. Oft hat Schutzkleidung eine Haltbarkeitsdauer (bspw. Kunststoffhandschuhe im Gefahrmitteleinsatz), die selbstverständlich nicht überschritten werden sollte. Arbeitgeber sind zwar zur Wartung verpflichtet, doch entstandene Schäden müssen Arbeitnehmer sofort melden. Nur dann kann diese unmittelbar fachgerecht repariert oder gar entsorgt werden.

Auch hier gilt wieder die grundsätzlich gleiche Regelung für Hygiene- und Medizinkleidung. Schließlich liegt es im Eigeninteresse des Arbeitgebers, die eigenen Produkte und Arbeitserfolge nicht zu verunreinigen und im Umgang mit Patienten keimfrei zu bleiben.

 

Wie sollte spezielle Schutzkleidung gereinigt werden?

Schutzkleidung ist zwar (laut EU Richtlinie 89/686/EWG) mit Pflegehinweisen versehen, sollte jedoch unbedingt professionell gereinigt werden. Unter anderem aufgrund möglicher Gefahrenstoffe, die in der heimischen Maschine einen Brand auslösen könnten.

Auch Warnkleidung wie Warnwesten sollten professionell gereinigt werden, damit die Warnfunkion weiterhin sichergestellt werden kann. Denn eine eingeschränkte Leuchtkraft der Signalfarben sollte hier kein Arbeitnehmer riskieren. Imprägnierte Kleidung sollte unbedingt professionell gereinigt werden, da spezialisierte Reinigungsbetriebe die Möglichkeit haben, die Kleidung nach dem Waschvorgang zu reimprägnieren.

 

Man sieht eine Ärztin, die einer blonden Patientin den Blutdruck misst. Die Ärztin trägt einen blauen Kasack.

Im medizinischen Bereich wird besonderen Wert auf Hygiene gelegt

 

Hygienekleidung, die mit Körperflüssigkeiten verunreinigt oder einem anderen Raum als dem hygienischen Arbeitsbereich getragen wurde, muss anschließend gewaschen werden. Eine thermische (95°C) oder chemo-thermische (60°C + VAH-gelistetes Waschmittel) Reinigung ist hier Pflicht. In Praxen und Betrieben der Lebensmittelverarbeitung wird die Wäsche aber zumeist ohnehin zentral gesammelt.

 

Berufsbekleidung: Privat tragbar oder nicht?

Bei der Berufsbekleidung handelt es sich um eine Art Zwischenstufe: Die Kleidungsnormen einer bestimmten Berufsgruppierung. Auch sie ist in den meisten Fällen vorgeschrieben: Nicht gesetzlich, aber zumeist werden bestimmte Regelungen bereits im Arbeitsvertrag festgeschrieben. Hier handelt es sich beispielsweise um weiße Kittel für Ärzte, Kleidung im Gerichtssaal oder auch bestimmte einzuhaltende Dresscodes in vielen anderen Branchen. Vom streng vorgegebenen Farben- und Markencode bis zu lockeren Richtlinien ist hier alles möglich. Die Festlegung dieser Regelungen obliegt dem Arbeitgeber. Arbeitnehmer sind weisungsgebunden.

Dieses Direktionsrecht gilt nicht nur für Kleidung, sondern auch für das allgemeine Erscheinungsbild und bezieht sich dementsprechend beispielsweise auch auf Fingernägel. Natürlich gibt es auch hiervon Einschränkungen, allerdings können diese nur geltend gemacht werden, wenn das Persönlichkeitsrecht eingeschränkt wird. Wer sich beharrlich und wiederholt weigert, wird abgemahnt - auch zur Kündigung kann es im Wiederholungsfalle kommen.

Besitzt das Unternehmen einen Betriebsrat, so hat dieser in Kleidungsfragen sowohl Mitbestimmungs- als auch Initiativrecht. Wenn Arbeitnehmer also mittel- und langfristige Änderungen in der Kleiderordnung anstreben möchten, sollten sie sich im Betriebsrat engagieren.

 

Wer zahlt die Berufs- und Dienstkleidung und wann ist sie Pflicht?

Maßgeblich für die Entscheidung, wer Berufskleidung zahlt, ist die Möglichkeit, diese auch privat nutzen zu können. Wenn die Arbeitskleidung auch privat genutzt werden kann, so stehen Arbeitnehmer grundsätzlich in der Eigenverantwortung. Zieren allerdings breitflächige Logos ein Jackett, negiert dies die Möglichkeit des privaten Nutzens. Alleine aus Kulanz sind viele Arbeitgeber bereit, die entstehenden Kosten vollständig zu tragen oder Arbeitnehmern zumindest ein (jährliches) Kontingent an Kleidung zu stellen, welches erst bei Überschreiten der gestellten Berufskleidung kostenpflichtig wird. Bei einer solchen Regelung können Arbeitnehmer ihre Uniformen regelmäßig im vereinbarten Maß wechseln. Dies wird in der Regel im Arbeits- oder Tarifvertrag geregelt. Für Überschreitungen dieses Pensums oder bei Verlust von Teilen der Dienstkleidung müssen Arbeitnehmer in der Regel selbst zahlen.

Im Falle der Kostenbeteiligung des Arbeitnehmers hat dieser gewisse Rechte, denn eine unbillig hohe Beteiligung ist rechtlich nicht vorgesehen. Ausgaben für Berufskleidung müssen als im Verhältnis zum Gehalt stehen. Außerdem kann berufsspezifische Kleidung, die im Alltag nicht getragen werden kann, steuerlich geltend gemacht werden. Hierzu später mehr.

Ausnahme: Kleidung, die lediglich als spezieller Dresscode vermerkt ist, allerdings an sich nur beruflich getragene Privatkleidung umfasst. Hierbei handelt es sich etwa um Anzüge im Bankensektor oder Hemden in der Gastronomie.

 

Reinigung und Instandhaltung von Berufskleidung: Wer zahlt?

Bei Berufs- oder Dienstkleidung fällt die Zuständigkeit für die Reinigung in den meisten Fällen dem Arbeitnehmer zu. Allerdings können Arbeitnehmer in diesen Fällen die Instandsetzung und die Reinigung der Berufskleidung steuerlich geltend machen.

Die Reinigung kann entweder im Haushalt erfolgen oder die Berufskleidung wird professionell gereinigt - bei stark beanspruchter Kleidung kann dies durchaus empfehlenswert sein. Ist die Arbeitskleidung lediglich gewöhnliche Alltagskleidung, die im Beruf nicht weiter belastet wird (wie das etwa in vielen Bürojobs der Fall ist), kann diese ganz einfach in die heimische Waschmaschine. Arbeitnehmer sollten dann lediglich darauf achten, dass keine Fehler beim Waschvorgang passieren. Die rote Socke in den weißen Hemden mag privat bereits ärgerlich sein, wenn alle Blusen für die Woche ruiniert sind, kann dies eine kostspielige Neuanschaffung nach sich ziehen.

Einfache Arbeitskleidung, die aus repräsentativen Gründen getragen wird, muss vom Arbeitnehmer selbstständig geflickt und gegebenenfalls auch ersetzt werden. Dass die Arbeitskleidung stets gepflegt und neuwertig wirken sollte, ist dabei selbstverständlich - jedoch spielen auch optische Gesichtspunkte in repräsentativen Berufen eine Rolle. Verfilzte Kragen und ausgewaschene Farben sind ein sicheres Indiz dafür, dass die Kleidung das Unternehmen nicht mehr positiv repräsentieren kann und ausgewechselt werden muss.

 

Sie müssen Berufsbekleidung privat waschen? Hier sind ein paar Tipps:

Eine besondere Empfehlung für Bürojobs ist es, die Kleidung bei mindestens 60°C zu waschen. Das stellt auch am Kragen wieder ein strahlendes Weiß her. Außerdem sollte die Maschine nicht überladen werden.

Sehr hartnäckige Flecken in stark belastbarer Kleidung lassen sich auch durch ein nächtliches Kernseifebad aufweichen. Die Zugabe von Orangenreiniger oder Essig empfiehlt, um Gerüche auszuschließen. Wer Privat- und Arbeitskleidung in der Trommel mischt, sollte zudem etwas Hygienespüler zur Wäsche dazu geben.

Ölflecken (ganz gleich ob Motoröl, Salatöl oder Arbeitsplattenöl) verschwinden in der Regel nicht in der Waschmaschine: Weichen Sie die Kleidung über Nacht in einem Behältnis mit etwas Geschirrspülpulver ein und waschen Sie anschließend bei über 60°C. Sind die Ölflecken noch frisch, so helfen auch Babypuder oder Spülmittel direkt auf dem Fleck.

Auch bei Lackflecken in der Kleidung zählt eine schnelle Reaktion: Lauwarmes Wasser und Gallseife helfen wunderbar, solange die Farbe noch nicht eingetrocknet ist. Sind Lack- oder Dispersionsfarbe erst einmal eingetrocknet, so hilft lediglich noch das Auftragen von Terpentin oder Lösungsmitteln. Dies bleicht in der Regel jedoch auch die Kleiderfasern aus. Eine derartige Reinigung empfiehlt sich daher eher dann, wenn das Berufsbild nicht maßgeblich von Farbspritzern geprägt ist. Maler und Lackierer müssen mit gelegentlichen Farbflecken leben lernen.

 

Jetzt weiter zu Teil zwei von unserem Arbeitskleidung Guide!

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